Überall Friede, Freude, Eierkuchen
Wie wundervoll doch die Arbeitswelt ist. In keiner Stellenanzeige läßt man es sich nehmen auf das großartige Betriebsklima hinzuweisen, das großzügige Gehalt herauszustellen oder die angebotenen Handlungsspielräume zu bewerben.
Nun ja, ist halt Werbung. Denn welches Unternehmen stellt sich schon selbst in einem schlechten Licht dar?
Streichen Sie also am besten mit einem dicken schwarzen Filzstift alle diese Floskeln aus der Anzeige und bleiben Sie bei den Fakten.
Aufschlußreicher als das Stelleninserat ist es allemal mit offenen Augen zum Bewerbungsgespräch zu gehen:
Macht das Ambiente einen trostlosen Eindruck?
Sind die Schreibtische aufgeräumt oder stapeln sich noch die Akten Ihrer Vorgänger auf dem Tisch?
Tuscheln die Mitarbeiter in Zweiergruppen in der Kaffeeküche?
Will man Sie gar um frischen Wind in die Abteilung zu bekommen?
Dann seien Sie mal lieber vorsichtig. An der ihnen zuerkorenen Aufgabe ist wohl schon so mancher gescheitert. Denn an den Mitarbeitern liegt es meist nicht. Oder wie ein guter Freund von mir mal meinte: “Wir sind alle blöd und dass da ist unser Chef”.




