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Und immer schön artig sein

Posted by Andreas on 2. Juni 2011 in Allgemein, Arbeitsrecht, Bewerbung und Arbeitssuche |

Die Causa Guttenberg kann ja nun langsam beiseite gelegt werden. Ich jedenfalls habe keine Lust dazu noch etwas zu schreiben. Denn geschummelt wird schließlich nicht nur bei Doktorarbeiten. Auch Lebensläufe frisieren oder sich selber Zeugnisse schreiben ist verbreitet. Bei einer Umfrage des Karriereportals Monster gaben 10 Prozent der Befragten an, daß sie bei Ihren Qualifikationen zu dick aufgetragen haben. 5 Prozent haben sich selber sogar Praktika erfunden.

Dies mag ja kurzfristig helfen die Traumstelle zu kriegen. Langfristig ist aber die Gefahr erwischt zu werden extrem hoch. Kollegen sprechen untereinander, man kennt sich von anderen Firmen und dann ist da auch das Internet und das vergißt nie etwas. Meist verheddern sich die Missetäter aber in ihrem eigenen Lügengespinst. Gestern Auslandspraktika in Irland heute Abendschule in Buxtehude besucht. Ja was denn nun?

Noch schlimmer kommt es wenn jemand sich sein Zeugnis selber schreibt. Mal davon abgesehen, daß das Schreiben von Zeugnissen handwerklich gekonnt sein will, lassen sich die meisten Fälscher daran erkennen, daß sich ihr Schreibstil durch ihre gesamte Bewerbung zieht. Es mag dem Schreiber selber nicht auffallen, einem unvoreingenommenen Leser aber schon.

Drum bleiben Sie lieber bei der Wahrheit. Ihr Verhältnis zum Arbeitgeber sollte auf Vertrauen basieren, denn Lügen in der Bewerbung sind eindeutig spätere Kündigungsgründe.

Unabhängig davon sollen und wollen Sie natürlich im besten Licht darstehen. Doch hier helfen Ihnen eine geschickte Selbstdarstellung und eine gekonnte Rhetorik weitaus mehr. Unangenehme Lücken im Lebenslauf lassen sich besser kaschieren wenn man volle Monate bei den Datumsangab en angibt. Ganz große Lücken sollten Sie mit positiv besetzten Begriffen füllen. Verweisen Sie auch auf Ihr soziales Engagement und machen Sie klar, daß Ihre Lebenserfahrung einen echten Gewinn für das Unternehmen darstellt.

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1 Comment

  • Man darf bei seinem Lebenslauf nicht lügen. Man kann aber bestimmte Sachen weg lassen, oder bestimmte Sachen mit schöneren Worten schreiben. Es gibt immer Möglichkeiten. Eine gute Möglichkeit seinen Lebenslauf zu verbessern ist eine Fortbildung. So ein Meister, oder Fachwirt macht schon was her auf dem Lebenslauf. Warum nicht wirklich bieten was man verspricht, oder?

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